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Sind Nahtod-Erlebnisse nun wissenschaftlich geklärt?

Verfasst: Sa 17. Apr 2010, 10:27
von Wingman
Alle Jahre wieder...

SPIEGEL ONLINE - Kohlendioxid soll angeblich Nahtod-Erlebnisse auslösen
Kopp News - Ist das Phänomen der Nahtod-Erlebnisse nun wissenschaftlich geklärt?

Aber auch wieder lustig, wie seitens des Mainstream-Denkens immer nach einem Erklärungsstrohhalm gegriffen wird, und dabei der Großteil der Phänomene bzw. Anomalien einfach nicht einbezogen wird (weil sie mit hirnseitigen Erklärungen nicht erklärbar sind?). Dass Hauptproblem dabei scheint zu sein, das nichtmal die Studienersteller eine umfassende Fallauswertung einbeziehen, und demzufolge garnichts von den Anomalien wissen (wollen). Siehe auch Susan Blackmore in dieser Doku.


Ein paar Beispiele, auf die in der Regel nie eingegangen wird:

- Das Geschehen aus einer anderen, unmöglichen Perspektive sehen, und später Vorgänge beschreiben, die derjenige nicht hätte mitbekommen können (z.B. bei NTEs, wo außerkörperliche Vorgänge in anderen Räumen gesehen werden).

- Blinde, die in einer NTE / AKE plötzlich ganz normal sehen können, obwohl sie seit ihrer Geburt blind sind (ihnen fehlen dann z.B. die Worte, um einzelne Farben zu beschreiben, die sie sahen).

- Spezielle Vorgänge bei Tunnel-Erlebnissen, die sich nicht auf Restreize des Sehnerves zurückführen lassen (z.B. gewundener Tunnel, das Gefühl selbst im Tunnel zu sein und sogar die Wände berühren zu können, andere Personen im Tunnel etc...).

- Begegnung mit verstorbenen Verwandten und Bekannten, bei denen teilweise Leute getroffen werden, die man im Leben garnicht kannte, weil sie z.B. vor der eigenen Geburt schon verstorben sind (inkl. späterer Verifikation durch die Familie).

- Das Verstehen von Zusammenhängen des eigenen Lebens, die man aus sich selbst heraus nicht hätte wissen können (z.B. das Erlangen von im Leben unzugänglichen Informationen oder gar Zukunftseinsichten).

Und noch einige mehr, aber das sind so die signifikantesten, die mir spontan einfallen...

Verfasst: Sa 17. Apr 2010, 21:13
von General Pepper
Aber auch wieder lustig, wie seitens des Mainstream-Denkens immer nach einem Erklärungsstrohhalm gegriffen wird, und dabei der Großteil der Phänomene bzw. Anomalien einfach nicht einbezogen wird (weil sie mit hirnseitigen Erklärungen nicht erklärbar sind?).
Die neurologischen Untersuchungen sind zwar ganz hilfreich, was Informationen über das Gehirn betrifft, nur lassen sich die Phänomene wie die Außerkörperlichkeit bei Nahtodeserfahrungen natürlich nicht nur darauf zurückführen. Die Nathodeserfahrungen sind ja auch nicht das Kohlendioxid im Blut (wer glaubt so einen Mist?). Man muss schon ziemlich verzweifelt sein, um sich die Dinge sich so reduktionistisch zurechtbiegen zu müssen. Es macht doch überhaupt keinen Sinn. Ich denke, dass die meisten Menschen auch überhaupt nicht wissen, womit sie sich da eigentlich befassen.

Verfasst: Mo 19. Apr 2010, 11:53
von secretocean
Das ist genau der Punkt. Eine erhöhte CO2-Konzentration im Blut sagt noch absolut gar nichts darüber aus, wie die Nahtoderfahrungen überhaupt entstehen. Das Experiment hat lediglich Folgendes gezeigt: Bei erhöhter Konzentration können derlei Erlebnisse auftreten.
Das ist ähnlich wie bei dem Versuch eines anderen Wissenschaftlers (Name hab ich zzt. nicht parat, stand aber auch aufm Spiegel Online), dass magnetische Stimulation des Temporallappens AKEn auslöst. Es hat gezeigt, dass es einen logischen Zusammenhang gibt, nur nicht, wie dieser Zusammenhang im Einzelnen aussieht.

Nach Ockham's Rasiermesser ist die einfachste Hypothese zu bevorzugen; doch gibt es überhaupt eine Hypothese, die CO2 und NTE in Verbindung bringt? Außer Hypothesen wie "Eine erhöhte CO2-Konzentration sorgt dafür, dass Fehlfunktionen des Gehirns dafür sorgen, dass die Bewusstseinsphänomene entstehen."?
Ich würde nicht sofort jedem Wissenschaftler Verbohrtheit oder Engstirnigkeit vorwerfen; die halten sich an Fakten, und den derzeitigen wissenschaftlichen Fakten nach sind weder AKE noch NTE "real" im Sinne anderer Energieebenen etc; lediglich "real" im Sinne des Erlebnisses selbst. Ohne gute Begründung wäre es auch schwachsinnig, eine funktionierende Hypothese über den Haufen zu werfen.

Der Punkt ist: Wie kann man zeigen, dass es nicht so ist, wie die aktuelle Lehrmeinung? Wie kann man Statistiken, Erlebnisberichte usw. so pfiffig bzw. sinnvoll auswerten, Hypothesen erstellen, Experimente durchführen, dass man möglicherweise zu einer besseren Hypothese als der derzeitigen käme?
Das wäre ein Durchbruch!

Abschließend, zum eigentlichen Thema, kann ich nur nochmal betonen: Die Studie zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen CO2-Konzentration im Blut und dem Erleben einer NTE gibt. Nicht mehr, nicht weniger. Das ist weder ein "Beweis", noch eine "Negierung" anderer Möglichkeiten.

Verfasst: Mo 19. Apr 2010, 18:22
von tRife
ich glaub das der dümmste artikel den ich je gelesen habe. co2 ist anscheinend eine auswirkung des "bewusstlosen" (irgendwie logisch), aber die nahtod erfahrung wird ja durch den "knappen" tod verursacht.

das dass selbe als würd ich jemanden mit nem roten fleck am hemd sehen, und davon ausgehen, dass er einen mord begangen hat. das er aber vielleicht nur einen cheesburger gegessen hat, und sich mit ketchup bekleckert hat kann nicht sein?

die wissenschaft weiß gar nichts, wirklich GAR nichts über nahtoderfahrungen. sonst würdens checken, dass ake´s und nahtoderlebnisse das selbe sind. vielleicht sollten die gscheiten herren mich mal einladen, und die co2-konzentration messen, nachdem ich eine ake hatte...

Verfasst: Mo 19. Apr 2010, 22:49
von secretocean
Fänd ich überhaupt mal sehr interessant, Daten während einer AKE zu sammeln - von einem Wissenschaftler, unter standardisierten Bedingungen, damit hinterher niemand Manipulationsvorwürfe erheben kann - und einfach mal schauen, was dabei herauskommt ^^

tRife, du hast vollkommen Recht - die CO2-Hypothese ließe sich damit widerlegen!

Verfasst: Mo 3. Mai 2010, 00:18
von General Pepper
Ich mag einfach nicht mehr.

Verfasst: Mo 3. Mai 2010, 09:01
von tRife
Wendulin hat geschrieben:Ich mag einfach nicht mehr.
ich weiß was du meinst...

Verfasst: Mo 3. Mai 2010, 18:23
von Casey080
Da reichen echt schon die ersten zwei Zeilen...
Aufgrund der Beobachtung eines einzigen Sachverhalten gleich auf alle nur möglichen Variationen zu schließen ist so ziemlich das Unwissenschaftlichste, das ich mir vorstellen kann. Man könnte das nurnoch (etwas) schlimmer machen, indem man einfach mit überhaupt keiner Grundlage irgendwas wild behauptet.

Ich wüsste garnicht, was ich dem Autor dieses "Artikels" sagen würde, wenn ich ihm eine vernünftige Antwort geben sollte.... ehrlich nicht.

Verfasst: Mo 10. Mai 2010, 20:16
von General Pepper
Ein Freund von mir dessen Katze ist neulich gestorben und er erzählte mir wie er in der darauffolgenden Nacht eindeutig gespürt hat, dass sie über sein Bett lief und sich an sein Gesicht anschmiegte.

Verfasst: Di 22. Jun 2010, 11:19
von Wingman