in diesem Crashkurs versuche ich euch, meine Version des mentalen Reisens näher zu bringen.
Der Fokus in diesem Kurs wird nicht darauf liegen, wie es funktioniert, warum es funktioniert usw., sondern darauf, wie man es ohne viel Übung und Wissen selbst ausprobieren kann (viel Praxis, wenig Theorie).
(Wer genauere Informationen wünscht, kann sich die Texte von Surflamy durchlesen, oder seine Frage einfach hier posten, dann kann ich den Text ggf. erweitern.)
Was ist mentales Reisen und wie kann es eingesetzt werden?
Mentales Reisen ist eine Möglichkeit, außerkörperliche Eindrücke mit einem selbst visualisiertem Gerüst zu verschmelzen. Dadurch ergeben sich beinahe unendliche Möglichkeiten, ich werde hier aber nur auf folgende eingehen: Mentalreisen auf der physischen ("unseren") Ebene.
Das bedeutet, man kann jeden Ort mental besuchen, und sich dann ein Bild davon machen, wie es dort aussieht bzw. was dort gerade passiert, wer sich dort aufhält usw.
Du könntest z.B. von zu Hause aus nachsehen, ob deine Freundin außer Haus ist.
Aber genug der Theorie, steigen wir doch mal in die Praxis ein:
1. Setze- oder lege dich hin und schließe die Augen. Atme tief ein und aus und vergesse den Alltag, entspanne dich komplett.
2. Visualisere den Raum, in dem du dich zur Zeit der Übung aufhälst. Nehme in der Visualisierung eine Ego-Perspektive ein, d.h. du läufst in deiner Visualisierung als Person herum und siehst deinen Raum aus der Ego-Perspektive.
3. Während du herumläufst, schaue dir alles ganz genau an, jedes noch so kleine Detail.
Dadurch wird deine Visualisierung immer genauer, bis du irgendwann deinen Raum komplett und mit (fast) allen Details visualisiert hast. Das ist nun dein Gerüst, an dem du dich für die nächsten Übungen orientierst.
4. Nun, da du deinen Raum "erschaffen" hast, möchtest du bestimmt weiter hinaus, durch die Türe z.B.. Davor müssen wir jedoch eine Sache klären: Bisher hast du dir alles selbst vorgestellt, das komplette Gerüst kam von dir, es ist aus deiner Erinnerung entstanden. Wenn du nun aber aus der Türe heraus möchtest (und wissen willst, was dort gerade passiert), wäre es ungünstig wenn du dich an deine Erinnerungen klammerst. (Diese sind ja nicht mehr aktuell)
D.h. wir müssen die Informationen, wie wir unseren Raum hinter der Türe aufbauen, aus einer anderen Quelle beziehen. (Wer mehr darüber erfahren möchte, wie diese Quelle im Detail aussieht, kann sich Surflamys Texte dazu durchlesen) Ergo -> Wir müssen passiv werden.
Doch was heißt es, passiv zu werden? Passiv zu sein, bedeutet, dass du dir den Raum (oder wo immer du auch bist) nicht mehr bewusst vorstellst. Du schaust ihn dir weiterhin an, läufst weiterhin in ihm umher, visualisierst dir aber NICHT neue Dinge.
In der Praxis bedeutet das: Du öffnest die Türe, wo du gerne hinaus möchtest, läufst durch, visualisierst aber NICHT den Raum dahinter, -> bleibe passiv. Bei deinen ersten Versuchen wirst du wahrscheinlich nur Schwarz hinter der Türe sehen, doch je mehr du übst, desto genauer wird der Raum, auch ohne aktive Visualisierung. Bald wirst du die Konturen erkennen können, später den ganzen Raum inkl. Eindrücke der Personen, Wesen, Dimensionen usw.
So kannst du den Raum vor deinem Zimmer mental bereisen, ohne physisch dort zu sein.
Mit mehr Übung wirst du immer mehr wahrnehmen. Wo du anfangs nur ein schwarzes großes Etwas, mit ein paar Konturen gesehen hast, wirst du später den kompletten Raum wahrnehmen können, inkl. Farben, Gefühle, Wesen usw.
Hier noch 2 Beispiele / Erfahrungen, die ich gemacht habe:
1.
Ich hatte von Surflamy (der mir zu diesem Zeitpunkt das Mentalreisen näher brachte) die Aufgabe bekommen, mir zuerst mental genaustens mein Zimmer anzusehen, und dann, wenn ich stabil genug sei, passiv durch meine Zimmertüre zu treten und die Umgebung dort zu erforschen. Das erste Mal sah ich dort ( bis auf minimale Andeutungen der Wände und Decke (vgl. die Andeutungen bei http://bit.ly/1uoNB7l , ist nur ein Vergleich, die Zeichnung ist nicht von mir und zeigt auch nicht mein Zimmer)) nichts außer schwarz, was sich aber durch mehr Übung rasch besserte. Bei folgenden Übungen mit dem gleichen Ziel konnte ich auch schon die Farben der Wände, der Treppe usw. wahrnehmen. Dieses Ziel (passiv aus meinem Zimmer treten und die Sachen dahinter zu erforschen) ließ ich dann zunächst ruhen, bis ich mehr Übung hatte.
Als ich dann an einem Sonntagmorgen aufwachte und genau diese Übung durchführte, dachte ich dass ich einmal weiter gehen könnte als nur vor mein Zimmer. Also ging ich diesmal die Treppe hoch, durch das Zwischenzimmer, wieder Treppen nach unten, bis ich schließlich in der Küche/ in dem Esszimmer ankam. Dort nahm ich durch diverse Eindrücke eine Person war, welche ich selten sehe, aber kannte. (Dies wurde immer konkreter, je länger ich mich dort aufhielt und sie beobachtete.)
Nach und nach kamen Eindrücke wie „alt", „bekannt" und „vertraut", sodass ich jene Person schließlich meiner Oma zuordnete. Als ich wieder mit voller Wahrnehmung in meinem physischen Körper war, schaute ich natürlich sofort nach, wer dort in unserem Esszimmer saß. Und voilà , es war meine Oma die uns besuchen kam Smilie (Der Besuch war völlig spontan, ich wusste absolut nichts von ihrer Anwesenheit).
Dauer der Reise: 20 Minuten
2.
Bei diesem, ich nenne es mal „Experiment", hatte ich schon signifikant mehr Übung als im 1. (ca. 3-4 Wochen). So entschloss ich mich meine Freundin mental zu besuchen ( selbstverständlich mit vorheriger Absprache). Da ich mit der Teleportation u.Ä. noch nicht viel Erfahrung hatte, Sie aber am anderen Ende des Dorfes wohnt, verwandelte ich mich, nachdem ich mich wieder in meinem Zimmer gefestigt hatte und durch meine Haustüre nach draußen gegangen war(mental), in einen Gepard (zumindest willentlich, es war jedenfalls sehr schnell) und rannte den Weg bis zu ihrem Haus. Zwischendurch hatte ich immer wieder „Flugeinlagen", wobei ich zu schnell wurde und deshalb fast schwebte. (Dies ist das Zeichen, dass ich zu schnell war, also minderte ich mein Tempo).
Auf dem Weg konnte ich trotz der Geschwindigkeit und Passivität (schönes Wort^^, soll heißen: ich war passiv) immer noch gut die Häuser und Autos erkennen. An ihrem Haus angekommen ging ich hinein und wurde dann total passiv. Zunächst war alles schwarz, dann kamen aber immer mehr Konturen der Räume, bis sie schließlich gut (auch mit Farben) erkennbar waren. Zuerst widmete ich mich dem Wohnzimmer, in dem ich einen großen Tisch wahrnahm (diesen kannte ich schon, also nichts neues), an diesem sah ich jedoch ihren Vater (legte ich wieder durch Eindrücke fest) mit einem elektrischen Gerät hantieren, ich stempelte es als Smartphone ab. Dann lief ich weiter in die Küche, nahm dort aber nichts war, also ging ich die Treppen hoch, wo das Zimmer meiner Freundin war. Ich versuchte Sie zu lokalisieren und fand sie schließlich, auf ihrem Bett liegend, wieder.
Ich verweilte dort eine Weile, ließ das Zimmer stabiler werden und merkte, dass einige Möbel anders standen als ich es in Erinnerung hatte.
Nachdem ich alles gesehen hatte, macht ich die Augen auf, worauf dieses „Wo bin ich, was mache ich hier?" Gefühl kam, dies hielt für einige Sekunden an (bis ich wieder vollständig im physischen Körper war). Dieses Gefühl ist unter Mentalreisenden weit verbreitet und wird stärker, je länger man mental unterwegs ist. Als ich wieder vollständig bei Sinnen war, schrieb ich sofort meine Freundin an und erzählte ihr alles was ich wahrnahm, Sie mir dann was davon stimmte und was noch alles geschah:
Meine Eindrücke:
Vater sitzt am Esstisch, arbeitet mit Smartphone
Freundin liegt auf ihrem Bett
Möbel stehen anders als bei letztem Besuch
Mutter und Schwester nicht auffindbar
Ihre Auflösung:
Vater saß am Esstisch, arbeitet aber an einem iPad
Sie lag auf ihrem Bett
Sie hat ihre Möbel am Vortag umgestellt
Ihre Mutter und ihre Schwester waren zusammen einkaufen
Zusätzlich waren ihre 2 Hunde in genau dem Zeitraum, als ich mental dort war wie von der Tarantel gestochen. Sie bellten ununterbrochen und starrten (laut ihr) ins Leere während sie bellten. Normalerweise sind sie sehr ruhig und bellen so gut wie nie.
Dieser Aspekt ist sehr interessant da Tiere auf so etwas sehr sensibel sind, viel sensibler als wir Menschen. Also liegt es sehr nahe, dass ich der Auslöser für den Hundetumult war.
Zusammenfassend:
Vater richtig lokalisiert und zugeordnet, Freundin richtig lokalisiert und zugeordnet, Gerät des Vaters fast richtig identifiziert, neue Stellung der Möbel bemerkt, Fehlen der Schwester und Mutter bemerkt und die Hunde waren in diesem Zeitraum ungewöhnlich aufgewühlt und laut.
Dauer der Reise: ca. 60 Minuten
So, das wären jetzt mal die ganz groben Grundlagen
Ich hoffe, dieser Text hilft euch weiter & motiviert euch dazu, mit dem Mentalreisen anzufangen:) Wenn Fragen bestehen, einfach hier posten
Grüße, Dlesnu



